MutterSeelenAllein e.V.
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Hintergrund-Informationen:

Selbsthilfe für Betroffene

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie sich sich selbst helfen können. Um so schnelle Entlastung und Besserung der Symptome zu erleben.

  • Entlastende Gespräche mit verständnisvollen Menschen suchen und offen über ihre negativen Empfindungen und Ängste reden. (evt. auch in einer Selbsthilfegruppe)

 

  • Professionelle Unterstützung suchen (Beratungsstellen und Therapeutische Unterstützung)

 

  • Möglichst viel schlafen, um sich zu erholen.

 

  • Ausgewogene, regelmäßige Mahlzeiten sind wichtig, (keinesfalls eine Diät machen). Zu empfehlen sind kaliumreiche Nahrungsmittel wie Bananen, Aprikosen oder Hülsenfrüchte.

 

  • Körperliche Bewegung tut gut. Leichter Sport wirkt sich positiv auf den Hormonhaushalt aus, die Neurotransmitter werden aktiviert und das biochemische Gleichgewicht wird somit schneller wieder ausbalanciert. Spazieren oder schwimmen gehen, Radfahren, Gymnastik oder auch Sauna sind angeraten. Wertvoll sind auch diverse Formen von Entspannungsübungen .

 

  • Eine realistische Haltung zum Stillen entwickeln. Stillen wirkt zwar stimmungsaufhellend, aber nur, wenn es stressfrei geschieht. Das Beste für das Kind ist immer das, was Eltern aus Liebe und Überzeugung geben - unabhängig davon, ob die Milch aus der Flasche oder aus der Brust kommt. Falls die Mutter abstillen will, ist es äußerst wichtig, dass dies aufgrund hormoneller Veränderungen sehr langsam und möglichst medikamentenfrei geschieht!

 

  • Abbau von Perfektionismus oder zu hohen Erwartungen. Auch gesunde Mütter sind nicht perfekt! Es sollten nur vernünftige, erreichbare Ziele und teilweise die Beschränkung auf das Notwendigste angestrebt werden - ob es sich um die Ordnung im Haushalt, den Umgang mit dem Baby, den eigenen Körper oder anderes handelt.

 

  • Ein gewisser Abstand zum Baby tut gut. Sich Freiräume nehmen, um etwas zu unternehmen - allein, gemeinsam mit dem Partner oder mit Freundinnen.

 

  • Strukturierung des Tages. Der Tag sollte grob eingeteilt und geplant werden, wie er zu verbringen ist. Wichtig ist, diesen Tagesplan offen, realistisch und flexibel zu halten, so dass er auch erfüllbar wird.

 

  • Hilfe annehmen. Wichtig ist zu lernen, Hilfe jeglicher Art anzunehmen. Viele Menschen legen Hilfsgesuche als persönliches Versagen aus. Meist kommt der Hilfeschrei daher erst mit dem Zusammenbruch und somit zu spät. Es ist aber ganz im Gegenteil ein Zeichen von Stärke, die eigene Situation zu überdenken, sich zu ihr zu bekennen und Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Weitere Selbsthilfe- Informationen für Betroffene und ein Forum finden Sie bei:

MutterSeelenAllein e.V

 

Verein zur Förderung der therapeutischen Mutter- Säuglingsbehandlung in Ostholstein

- Seelische Störungen im Wochenbett

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